Aktuelle Informationen

Corona-Pandemie:

Ausnahmen bei der Qualitätssicherung für Kliniken werden verlängert

 Ausnahmeregelungen im Bereich der Qualitätsanforderungen bis zum 30. September 2021 verlängert. 

https://www.g-ba.de/presse/pressemitteilungen-meldungen/949/

Betroffen vom aktuellen Beschluss sind folgende Richtlinien:

  • Qualitätssicherungs-Richtlinie Früh- und Reifgeborene (QFR-RL)
  • Richtlinie zu minimalinvasiven Herzklappeninterventionen (MHI-RL)
  • Qualitätssicherungs-Richtlinie zum Bauchaortenaneurysma (QBAA-RL)
  • Richtlinie zur Kinderherzchirurgie (KiHe-RL)
  • Richtlinie zur Kinderonkologie (KiOn-RL)
  • MD-Qualitätskontroll-Richtlinie (MD-QK-RL)

Die ersten fünf oben genannten Richtlinien sehen für die Krankenhäuser Personal-Mindestvorgaben für die Ausstattung und den Einsatz von Pflegefachkräften vor. Durch die Corona-Pandemie erscheint es möglich, dass Krankenhäuser trotz sorgfältiger Planung diese personellen Anforderungen nicht mehr erfüllen können und dennoch Patientinnen und Patienten sofort versorgen müssen. Z. B. dann, wenn die Patientenzahl durch eine Corona-Infektion schnell stark steigt, Krankenhauspersonal krankheitsbedingt selbst ausfällt oder in Quarantäne ist und eine Verlegung der im Krankenhaus behandelten Patientinnen und Patienten nicht möglich oder medizinisch nicht vertretbar ist. Diesen Umständen will der G-BA mit seinen zeitlich befristeten Ausnahmen von der Qualitätssicherung gerecht werden und den Krankenhäusern die Patientenversorgung erlauben, selbst wenn die Mindestvorgaben für Pflegefachkräfte unterschritten werden.

Pflegepersonalbesetzung

G-BA – Anpassung an das Pflegeberufegesetz

Beschlussdatum G-BA: 17.12.2020

Inkrafttreten: noch nicht in Kraft (liegt noch zur Prüfung im BMG)

Anerkannt werden bei den Pflegepersonalvorgaben in den Richtlinien zur Qualitätssicherung der Versorgung von Früh- und Reifgeborenen – QFR-​RL, Kinderherz-Richtlinie und

Kinder-Onkologie-Richtlinie weiterhin Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*innen und zukünftig auch diejenigen mit einem spezialisierten Abschluss nach dem Pflegeberufegesetz.

Pflegefachfrauen und -männer mit Vertiefung in der pädiatrischen Versorgung, müssen für ihre Anerkennung die Qualifikation belegen anhand detaillierter Kompetenzanforderungen während der Ausbildung.

Pflegefachfrauen und -männer ohne Vertiefung in der pädiatrischen Versorgung müssen zur Aner­kennung eine abgeschlossene Fachweiterbildung in der pädiatrischen Intensivpflege nachweisen.

https://www.g-ba.de/beschluesse/4642/

Pflegepersonaluntergrenzen in der pädiatrischen Intensivmedizin ab 01. Februar 2021

In der pädiatrischen Intensivmedizin liegen die Untergrenzen bei 1:2 in der Tagschicht und 1:3 in der Nachtschicht und in der Pädiatrie bei 1:5 in der Tagschicht und bei 1:9 in der Nachtschicht. In der Verordnung ist auch der Anteil an Pflegehilfskräften an der Gesamtzahl der Pflegekräfte in den pflegesensitiven Bereichen festgelegt. In der Pädiatrie soll dieser Wert etwa sowohl in der Tagschicht als auch in der Nachtschicht bei fünf Prozent liegen.

Die Pflegepersonaluntergrenzen in den pflegesensitiven Bereichen Pädiatrie und pädiatrische Intensivmedizin gelten nicht für die Bereiche Frauenheilkunde und Geburtshilfe eines Krankenhauses sowie in den Bereichen, die die Mindestanforderungen an die perinatologische Versorgung nach den Versorgungsstufen des § 3 Absatz 2 der Richtlinie des G-BA über Maßnahmen zur Qualitätssicherung der Versorgung von Früh- und Reifegeborenen erfüllen.

Umsetzung der Verordnung zur Festlegung von Pflegepersonaluntergrenzen in pflegesensitiven Bereichen in Krankenhäusern (PpUGV) für das Jahr 2021, InEK GmbH (g-drg.de)

Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung_PpUGV_für_das_Jahr_2021